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Was ist das? Es ist eine einfache Methode, mit der sie schnell einen Überblick über ihren gesamten Fertigungsprozess inkl. Ihrer logistischen Abläufe und ihres Informationsflusses bekommen können.
Das Tool arbeitet mit verschiedenen Symbolen wie z.B. Lager Lager, Prozesse, Transport etc.
Sie gehen so vor, das sie sich gedanklich auf ein fertiges Produkt von ihnen setzen. Sie fangen an, wenn sie das Produkt versenden, also ganz hinten im Versand. Sie gehen somit in den Versand. Wichtig ist, das sie auch körperlich dorthin gehen und notieren, was sie sehen bzw. was sie von den Mitarbeitern hören.
Wann und wie oft fährt z.B. der LKW ihre Ware zum Kunden, wie viele Teile nimmt er da in der Regel mit?
Sie fragen dann, wo diese Produkte herkommen. Vermutlich gehen sie dann ins Lager. Dort zählen sie wenn möglich die Anzahl. Die Frage ist immer, wo kommt die Ware her. Sie können die Entfernung zwischen den Prozessschritten und Lagerstätten festhalten. Sie werden überrascht sein, wie viele Meter ihrer Ware hin- und hergefahren wird. Sie kommen zu ihren Fertigungsprozessen. Dort notieren sie zum Beispiel auch, wie viel Schichten sie arbeiten, wie viel Tage, wie viele Mitarbeiter, Taktseiten, Rüstzeiten, Ausschuß etc.
Sie schauen immer wieder, wo die Teile herkommen, notieren sich die Wege, die Lager, Zwischenlager und Prozesse. Sie gelangen so zum Wareneingang. Dort fragen sie dann ähnlich wie in dem Versand nach, wie oft die Ware kommt, wie viel etc. Damit hätten sie im ersten Schritt die meisten benötigten Daten, um den Materialfluß zu beschreiben.
Jetzt fehlt ihnen noch der Informationsfluss. Welche Informationen, bekommen sie wie und wann von ihren Kunden? Was passiert mit dieser Information? Wie weiß ihr Versand, das er was und wohin und wann zu verschicken hat? Wie weiß ihrer Fertigung, was sie produzieren muß? Woher und wie weiß ihr Lieferant, was er wann liefern muß.
Wenn sie alles Daten zusammen haben und entsprechend der Methodik abgebildet haben sie eine übersichtliche Darstellung über ihren Wertstrom. Sie können jetzt einfach ihren Lean-Grad noch ausrechnen.
Über den durchschnittlichen täglichen Bedarf und die Summe der Bestände in ihrer gesamten Fertigungs- und Materialflusskette können sie sich ausrechen, wie lange ihr Bestand reichen würde die Kunden zu versorgen, wenn sie kein neues Material kaufen würden. Vergleichen sie diese Zeit mit der eigentlichen Prozesszeit in ihrer Fertigung. Die Relation gibt ihnen ihren persönlichen Lean-Grad wieder. Sie können ihn als Messinstrument verwenden, wenn sie weitere Verbesserungen einführen.
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